Angeborene Herzfehler

Von 1000 Lebendgeborenen leiden 8-10 an einer angeborenen Fehlbildung des Herzens und/oder der großen Gefäße. Damit sind Herzfehler die häufigsten angeborenen Missbildungen. Unbehandelt sterben ca.25% im frühen Säuglingsalter und ca. 60% im 1.Lebensjahr. Lediglich 10-15% erreichen ohne ärztliche Therapie das Erwachsenenalter.

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Offenes Foramen ovale

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PFO

Eine schlitzförmige Öffnung in der Vorhofscheidewand, welche für den Kreislauf des ungeborenen Kindes nötig ist, sich nach der Geburt für den Blutdurchfluss zwar verschließt, sich aber bei etwa 30% aller Menschen unter 60 Jahren noch fallweise bei Erhöhung des Druckes in der rechten Vorkammer öffnen kann.

Auf diesem Wege können gelegentlich kleine ins Herz verschleppte Blutgerinnsel auf die linke Herzseite und ins Gehirn gelangen wo vorübergehende Phasen von Minderdurchblutung einzelner Hirnbereiche (transiente ischämische Attacke = TIA) oder ein Schlaganfall ausgelöst werden können.

Ein PFO wird durch die Schluckultraschall-untersuchung (TEE) gefunden oder ausgeschlossen. Findet man keine anderen Ursachen darf beim jüngeren Patienten eine solche „paradoxe"  Embolie als Ursache der Schlaganfälle angenommmen werden und das PFO sollte verschlossen werden. Dies geschieht mittels eines einfachen Herzkathetereingriffs durch Implantation eines Schirms in die Vorhofscheidewand.

Bei diesen Eingriffen hat die Kinderkardiologie Graz die größten Zahlen an Patienten und größten Erfahrungen in Österreich.