Eltern und Patienten erzählen

Erfahrungsberichte und Patientengeschichten unserer Patienten und/oder deren Eltern

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JONAS MICHAEL

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Diagnose: Aortenisthmusstenose

Bei der Mutter-Kind-Pass Untersuchung, die zwischen dem 3.-5. Monat fällig ist, wurden vom Kinderarzt bei unserem Sohn Herzgeräusche festgestellt, mit der Bitte diese in der Kardiologie im LKH Graz abklären zu lassen.

Unser Kind hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt völlig normal entwickelt und zeigte uns bis auf vermehrtes Schwitzen keine sonstigen Auffälligkeiten.

 

Ein paar Tage später fanden wir uns in der Kardiologie in Graz wieder, wo bei Jonas eine Aortenisthmusstenose festgestellt wurde. Dabei handelt es sich um eine Verengung der Hauptschlagader im Bereich des Aortenbogens. Im oberen Bereich seines Körpers hatte er einen sehr hohen Blutdruck und im unteren Bereich war dieser kaum noch messbar, die linke Herzkammer war verdickt, da diese versuchte gegen das Hindernis anzukommen (das war Ende Oktober 2004). Nach unzähligen Untersuchungen und im ersten Moment großer Verzweiflung wurden wir ca. 6 Tage nach der Diagnosenerstellung in der Kardiologie in Graz aufgenommen.

Nach Aufklärungsgesprächen mit dem Chirurgen Dr. Igor Knez und dem Anästhesisten wurde Jonas am 4. November 2004 operiert. Zum damaligen Zeitpunkt war er gerade mal 4 Monate alt.

Nach einer vierstündigen Operation (die zum Glück sehr gut verlaufen ist) kam Jonas auf die Intensivstation, die er aber wegen seiner guten Genesung bereits nach 2 Tagen wieder verlassen konnte. Durch die gute Betreuung des Personals konnten wir das Krankenhaus 10 Tage nach der Operation wieder verlassen.

 

Einen Monat nach der Entlassung folgte die erste Nachsorgeuntersuchung bei der nach wie vor ein Blutdruck im Grenzbereich festgestellt wurde. Am 08. Februar 2005 waren wir bei der 2. Nachsorgeuntersuchung, wobei wieder eine kleine Verengung im Aortenbogen festgestellt wurde, der wahrscheinlich durch die Vernarbung zustande gekommen ist. Diese Verengung muss nun ständig kontrolliert werden.

Wir sind aber trotz allem sehr froh, dass unserem Kind soweit geholfen werden konnte und falls wieder nötig, ihm auch weiter geholfen wird. Jonas ist jetzt noch nicht ganz acht Monate alt und ein richtig sonniges Kerlchen der uns sehr viel Freude bereitet.

Auch wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Jonas irgendwann doch wieder ganz gesund wird.

 Hiermit möchte ich mich auch nochmals recht herzlich für die liebe und fürsorgliche Betreuung im 3. und 4. Stock der Kardiologie bedanken. Sowie, dass mir sofort ein Mutter-Kind-Zimmer zur Verfügung gestellt wurde, damit ich mich auch selbst in dieser schweren Zeit um unser Kind kümmern konnte.

Weiters möchte ich allen Eltern zu bedenken geben, wie wichtig es ist, alle vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass Untersuchungen einzuhalten, denn unser Kind hätte Weihnachten 2004 nicht mehr erlebt, wenn der Kinderarzt Dr. Alvaro Bottler (Voitsberg) und das Ärzteteam im LKH Graz nicht so toll gearbeitet hätten.